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Arbeitsbereich

Historische Demografie

Von der Vergangenheit lernen

Das demografische Verhalten und die Familienstrukturen haben sich in den vergangenen Jahrhunderten stark gewandelt. Um diese Veränderungen besser zu verstehen, verbringen die Wissenschaftler des Arbeitsbereichs viel Zeit damit, alte Register und Archive zu durchforsten.

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In die Vergangenheit blicken, um die Gegenwart und die Zukunft besser zu verstehen – das ist der Forschungsansatz des Arbeitsbereichs Historische Demografie. Die Wissenschaftler des Arbeitsbereichs analysieren eine Vielzahl unterschiedlicher Prozesse und untersuchen zum Beispiel, wie sich Familienstrukturen in den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten verändert haben, in welchen Konstellationen Menschen in einem Haushalt in der Vergangenheit zusammenlebten und heute zusammenleben. Außerdem suchen sie nach der Ursache für die steigende Lebenserwartung. Die Daten, mit denen sie arbeiten, sind meist nicht in digitalisierter Form frei verfügbar. Vielmehr müssen die Wissenschaftler sie in Kirchenbüchern, staubigen Archiven und manchmal auch auf Friedhöfen, in mühsamer Kleinarbeit zusammensuchen. Mithilfe von neuartiger Informations- und Computer- Technologie verfolgen die Wissenschaftler nicht nur ihre eigenen Forschungsvorhaben, sondern treiben das Sammeln von Daten voran und bemühen sich, Daten zur Bevölkerungsgeschichte weltweit verfügbar zu machen.

 

Weiterführende Informationen

Das "Mosaic Project"

Der Arbeitsbereich ist Mitglied und Koordinator einer internationalen Initiative mit dem Namen “Mosaic Project”. Mit dem Projekt sollen historische Zensus-Mikrodaten aufgespürt werden, um mit ihnen die Geschichte von Bevölkerungen, Wirtschaft und Kultur rekonstruieren zu können.

Das "Urban Demography Network"

Das "Population History Seminar"

Beim "Population History Seminar" kommen Wissenschaftler verschiedener Richtungen der historisch-demografischen Forschung zusammen, um unterschiedliche Aspekte des demografischen Verhaltens früherer Bevölkerungen zu diskutieren. Die Termine der Veranstaltungen werden im MPDIR-Kalender bekanntgegeben.

Liste aller 'Population History Seminare', die bisher stattgefunden haben (PDF, 408 kB)

 

Kontakt

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