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Wiedervereinigung

25 Jahre Mauerfall

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Nachdem die Mauer gefallen war, holten die Ostdeutschen ihren Rückstand zum Westen bei der Lebenserwartung schnell auf. Die Frauen holten den Rückstand besonders schnell auf, vor allem die im Alter von 50 bis 64 Jahre. Die linke Grafik zeigt, wie das Verhältnis der Sterberaten von Ost zu West zügig sank. Ab der Jahrtausendwende lagen die Sterberaten im Osten sogar niedriger als im Westen (die Werte in der Grafik fallen unter 1,0) - die Frauen in der Altersstufe 50-64 hatten im Osten bereits damals einen längeren Lebensabend zu erwarten als die Gleichaltrigen im Westen.

Der Vorteil für die ostdeutschen Frauen verschwindet allerdings, wenn man die Sterbefälle durch Rauchen herausrechnet (rechte Grafik): Dann bleiben die Sterberaten für die älteren Frauen im Osten niedriger als im Westen (Die Werte bleiben über 1,0). Das heißt: Verbessern sich Gesundheitssystem und Lebensqualität in den neuen Bundesländern weiter, sind dort gegenüber den alten Bundesländern weitere Gewinne an Lebenserwartung möglich. Die West-Frauen hingegen könnten vor allem aufholen, wenn sie aufhören zu rauchen. (Mehr hierzu lesen Sie in Demografische Forschung aus Erster Hand 2013/02 auf S. 3

Für die Berichterstattung stellt Ihnen die Pressestelle des MPIDR die Grafiken dieser Bildergalerie gerne in hoher Auflösung zur Verfügung.

 

Relative Sterberaten Ost/West Rauchen

© MPIDR, FDZ, Berechnungen Rembrandt Scholz

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