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Pressemitteilung | 18.05.2004

Lebenserwartung und ihre Determinanten im Fokus: Erstes Symposium über Human Mortality Database am 18./19. Juni am Max-Planck-Institut für demografische Forschung

"Sterblichkeit des Menschen nach Alter, Zeit und Raum" - unter diesem Titel steht ein Symposium, das am 18. und 19. Juni am Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDF) stattfindet. Es ist die erste internationale wissenschaftliche Tagung, die der Human Mortality Database (HMD) und aus ihr resultierenden Forschungsarbeiten gewidmet ist.

Die HMD ist die umfangreichste Online-Ressource der Welt. Sie ist kostenfrei zugänglich und enthält detaillierte Informationen (Geschlecht, Alter und Geburtskohorte) über Sterblichkeit in Industrieländern. Die Datenbank ist ein Gemeinschaftsprojekt des MPIDF, des Department of Demography der University of California at Berkley, U.S., und des Department of Community Health and Epidemiology der Queen's University in Kingston, Kanada. Die Datenbank dokumentiert den revolutionären Prozess der steigenden Lebenserwartung in der Moderne und gewährt Einblick in dessen Ursachen und Konsequenzen.

"Ziel des Rostocker Symposiums ‚Human Mortality over Age, Time, Sex, and Place' ist es, die Forschung zu fördern und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern, die mit der HMD arbeiten, zu intensivieren", sagen die beiden Organisatoren, Prof. John Wilmoth von der University of California at Berkely und Dr. Vladimir Shkolnikov vom MPIDF. Zum Symposium sind viele hochkarätige Forscher aus der ganzen Welt nach Rostock eingeladen, unter ihnen Prof. Graziella Caselli aus Rom, Prof. Kenneth Hill aus Baltimore, Prof. France Meslé und Prof. Jacques Vallin aus Paris, Jim Oeppen aus Cambridge, Prof. Jean-Marie Robine aus Montpellier sowie Prof. Ian Timaeus aus London.

Am ersten Tag halten die Teilnehmer Fachvorträge über komparative Mortalitätsmuster und -trends zu den Themen:

  • Mortalitätsmuster im nationalen und internationalen Vergleich,
  • Geschlechterdifferenzen in der Mortalität,
  • Effekte allgemeiner Krankenversicherung.

Am zweite Tag, der einer methodologischen Diskussion gewidmet ist, stehen folgende Themen im Fokus:

  • Indirekte Berechnungsmethoden,
  • Methoden zur Berechnung von Hochaltrigenmortalität,
  • Berücksichtigung von Kriegssterblichkeit.

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