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MPIDR Working Paper

Nutzungsmöglichkeiten von Daten der gesetzlichen Rentenversicherung über das Forschungsdatenzentrum der Rentenversicherung (FDZ-RV)

Himmelreicher, R. K., von Gaudecker, H.-M., Scholz, R. D.

[Using the data of the German pension scheme from Research Data Center of the pension system]

MPIDR Working Paper WP-2006-018, 23 pages (July 2006).
Rostock, Max Planck Institute for Demographic Research

Keywords: Germany, differential mortality

Abstract

Dieser Beitrag beschreibt an Hand des Projektes ‚Differentielle Sterblichkeit’, in welcher Form die Daten der Rentenversicherung über das Forschungsdatenzentrum der Rentenversicherung (FDZ-RV) genutzt werden können: Zunächst wurde der Scientific Use File (SUF) Demografie genutzt. An Hand dieses kommentierten Datensatzes aus dem Datenangebot des FDZ-RV ist es möglich, die Charakteristika der Datensätze aus dem Bereich Rentenstatistik kennen zu lernen. Sind insbesondere höhere Fallzahlen und spezielle Differenzierungen von Merkmalen wichtig, dann können Analysen auf Gastwissenschaftler-Arbeitsplätzen mit speziellen Datensätzen eine Alternative darstellen. Als dritte Form der Datennutzung wurde hier das kontrollierte Fernrechnen, bei dem Wissenschaftler keinen Kontakt mit den Daten haben, praktiziert. Die Befunde, die das Projekt ‚Differentielle Sterblichkeit’ ermitteln konnte, verweisen darauf, dass auf Sterbetafeln basierende Sterblichkeitsanalysen sehr hohe Fallzahlen benötigen, die von Bevölkerungsumfragen nicht erreicht werden können. Im Ergebnis zeigen die Berechnungen für die fernere Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren für in Deutschland lebende Männer, dass die mittlere Lebenserwartung bei 15,7 Jahren und somit auf einem Niveau mit den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes liegt. Bezieht man das Lebensarbeitseinkommen in die Analysen ein, dann zeigt sich eine positive statistisch signifikante Assoziation zwischen Lebenseinkommen und Lebenserwartung. Die Lebenserwartungen variieren allerdings bei der überwiegenden Mehrheit der Männer lediglich plus minus eineinhalb Jahre um die durchschnittliche Lebenserwartung.

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