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MPIDR Working Paper

Verfahren zur Korrektur der Bevölkerungsbestände der amtlichen Statistik im hohen Alter

Scholz, R. D., Jdanov, D. A.

[Correction of population estimates at old ages in Germany]

MPIDR Working Paper WP-2007-002, 12 pages (January 2007).
Rostock, Max Planck Institute for Demographic Research

Keywords: Germany, old age

Abstract

Mit den Daten der Rentenversicherung lassen sich die Bevölkerungsbestände der amtlichen Statistik im hohen Alter korrigieren. Die Korrektur wird notwendig, da die Mortalitätsschätzung im hohen Alter zu nicht plausiblen Ergebnissen führt. Es zeigt sich, dass die Bevölkerungsfortschreibung der amtlichen Statistik im Alter von 90 Lebensjahren und älter die Bestände überschätzt. Mit dem größer werdenden Abstand zur Volkszählung steigt der Fortschreibungsfehler. Die Ursache liegt mit großer Wahrscheinlichkeit in den nicht dokumentierten Abmeldungen insbesondere am Anfang der neunziger Jahre. Der relative Fehler wird für das Jahr 2004 bei Männern West mit 40% und bei Frauen West bis zu 20 % veranschlagt. Im Osten ist der Fehler auf Grund der geringen Abweichungen vernachlässigbar. Durch die Rekonstruktion mittels „Extinct Generation; Survival Ratio Method“ aus den Sterbefällen und dem Vergleich der Bestände der Rentenversicherung mit den Beständen der Amtlichen Statistik lassen sich Korrekturfaktoren ableiten. Mit Hilfe dieser Korrekturfaktoren ist es möglich, die Human Mortality Database (www.mortality.org) für Deutschland in der notwendigen Qualität nach Einzelalter bis in das höchste Lebensalter weiterzuführen.

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