Home

Arbeitsbereich

Digitale und computergestützte Demografie

Ausführliche Beschreibung

© criene, 2Design, criene / photocase.com

Die weltweite Verbreitung von Internet, sozialen Medien und digitalen Technologien hat unser Leben radikal verändert. Dadurch wurden zudem neue Ansatzpunkte geschaffen, um auf lang bestehende Forschungsfragen einzugehen. Zudem ermöglicht diese Verbreitung den Sozialwissenschaftlern neue Fragen zu formulieren.

Die Kernziele des Arbeitsbereichs „Digitale und computergestützte Demografie“ sind:

1) die zunehmende Menge an verfügbaren digitalen Trace-Daten sowie innovative Formen der Datenerhebung zu nutzen, um grundlegender Fragen der Demografie anzugehen; 2) die Auswirkungen der digitalen Revolution auf das demografische Verhalten zu bewerten; 3) mit Hilfe rechenintensiver Ansätze neue Erkenntnisse zu Bevölkerungsprozessen zu gewinnen.

Der Arbeitsbereich will neue Methoden entwickeln, mit denen Informationen aus verrauschten und so genannten unordentlichen Daten (messy data) gezogen werden können. Für die Entwicklung dieser Methoden nutzen die Wissenschaftler des Arbeitsbereichs Instrumente der formalen Demografie, der Statistik und der Data Sciences. Sie wollen so versuchen, traditionelle und neue Datenquellen in einem soliden Rahmen zu vereinen, um drängende Fragen unserer Gesellschaften zu beantworten, die mit traditionellen Daten alleine nicht beantwortet werden können.

Inhaltlicher Forschungsschwerpunkt des Arbeitsbereiches ist das Thema Migration. Unsere Gesellschaften stehen vor einer der größten Herausforderungen: Die Bewältigung der Migrantenströme und die Integration von Migranten vor dem Hintergrund einer langsam alternden Bevölkerungen und unerwartet auftretender Krisen oder Schocks. Die Migration zählt zu den zentralen Ursachen für den demographischen und sozialen Wandel in unseren Gesellschaften. Doch sind die Daten, die zur Messung und Modellierung von Migrationsströmen notwendig sind, oft nicht vorhanden. Und dort, wo sie vorhanden sind, sind diese in der Regel in den einzelnen Ländern inkonsistent oder veraltet. Bei der Bewertung von komplexeren Konzepten wie die kulturelle Assimilation oder den Zufluss an fachlichen Qualifikationen wird es noch undurchsichtiger.

Über den Schwerpunkt Migration hinaus will der Arbeitsbereich (i) mittels digitaler Daten und computergestützter Instrumenten neue Einblicke in weitere Aspekte des demografischen Verhaltens und des Bevölkerungsprozesses gewinnen sowie (ii) die vollen demografischen Auswirkungen der digitalen Revolution bewerten.

 

Neues aus dem Arbeitsbereich

"Eine der wichtigsten Fragestellungen, die Demografen jetzt bearbeiten müssen, ist, wie wir Migration und die Integration von Migranten bewältigen können" - Lesen Sie mehr über die Forschungsschwerpunkte von Emilio Zagheni, MPIDR-Direktor und Leiter des Arbeitsbereichs "Digitale und computergestützte Demografie" in dieser News. (4.2.2018)

© iStockphoto.com / AndreyPopov

Workshop: Migrationsdaten und -modelle für eine bessere Welt

Das Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR) organisiert einen Workshop zu Migrationsdaten und -modellen auf dem Jahrestreffen der American Sociological Association in New York City am 9. August 2019. Alle weiteren Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

 

Kontakt

Leitung
Telefon +49 (0)381 2081-104
Sekretariat
Liebich, Ulrike
Telefon +49 (0)381 2081-102

 

Vernetzen