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Max Planck – University of Helsinki Center for Social Inequalities in Population Health (MaxHel)
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Genetische Faktoren
Geleitet von Mikko Myrskylä; Christian Dudel, Pekka Martikainen
We use novel approaches such as Mendelian randomization to assess how poor health and social disadvantage run in families, building on the unique data infrastructure of MaxHel combining population registers with genetic information.
In jüngster Zeit haben jedoch polygene Scores (PGS) eine beträchtliche Erklärungskraft für Krankheitsfolgen (z. B. koronare Herzkrankheit) und soziale Merkmale (z. B. Bildung) erlangt. PGS sind lineare Kombinationen signifikanter Einzelnukleotid-Polymorphismen (SNP), die in einer unabhängigen genomweiten Assoziationsstudie (GWAS) mit einer Krankheit oder einem sozialen Merkmal assoziiert wurden und aus der bisherigen Literatur abgeleitet werden. Die PGS liefert somit ein Maß für die bekannte genetische Belastung für einen bestimmten Phänotyp. Die Anwendung von Methoden, die PGS nutzen, wie z. B. die direkte Adjustierung für genetische Einflüsse und Mendelsche Randomisierungsanalysen, in Studien zur sozialen Ungleichheit im Gesundheitsbereich steckt jedoch noch in den Kinderschuhen. Diese Ansätze bieten neue Möglichkeiten, einen Teil der Selektionsverzerrungen zu überwinden, die in traditionellen Beobachtungsstudien auftreten. Darüber hinaus können sie das Verständnis der Mechanismen, durch die Genotypen Phänotypen beeinflussen, verbessern und neue Möglichkeiten für die Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Genen und Umwelt eröffnen. Angesichts der Unklarheiten darüber, wie sich genetische Unterschiede manifestieren, sind diese Analysen sehr gefragt, da sie dazu beitragen, die Kluft zwischen den Sozialwissenschaften und der Genetik zu überbrücken.
Wir beziehen natürliche Experimente, wie z.B. politische Veränderungen, in unsere Forschung ein, um zu untersuchen, wie genetische Faktoren soziale Ungleichheiten im Gesundheitsbereich verursachen. Neben der Triangulation von Kausalnachweisen kann die Verwendung exogener politischer Veränderungen der Umweltbedingungen eine häufige Einschränkung früherer Analysen von Gen-Umwelt-Interaktionen aufheben, nämlich dass die nicht-zufällige Verteilung von Genen in verschiedenen Umwelten zu falschen Interaktionen zwischen ihnen führen kann. Ausführliche Beschreibung
Alterung, Sterblichkeit und Langlebigkeit, Familienverhalten, Gesundheitsversorgung, Public Health, Medizin und Epidemiologie, Lebensverlauf
Publikationen
Lahtinen, H.; Martikainen, P.; Korhonen, K.; Morris, T. T.; Myrskylä, M.:
Sociological Science 11:8, 186–213. (2024)

Lahtinen, H.; Korhonen, K.; Martikainen, P.; Morris, T. T.:
Demography 60:5, 1523–1547. (2023)

Lahtinen, H.; Martikainen, P.; Korhonen, K.; Morris, T. T.; Myrskylä, M.:
MPIDR Working Paper WP-2023-015. (2023)

Silventoinen, K.; Lahtinen, H.; Smith, G. D.; Morris, T. T.; Martikainen, P.:
Journal of Epidemiology and Community Health 77:6, 384–390. (2023)