Stellenausschreibung

Postdoktorand*innen / wissenschaftliche Mitarbeiter*innen für den Arbeitsbereich „Digitale und computergestützte Demografie“

Das Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR) sucht ein bis zwei hochqualifizierte Postdoktorand*innen oder erfahrenere Wissenschaftler*innen für den vom MPIDR-Direktor Emilio Zagheni geleiteten Arbeitsbereich „Digitale und computergestützte Demografie“.

Das MPIDR ist eines der international führenden Zentren für Bevölkerungswissenschaft.

Die Wissenschaftler*innen des Instituts bringen die Grundlagenforschung in der Fertilität, Mortalität und Migration voran, sie untersuchen politisch relevante Fragestellungen (wie den demografischen Wandel, Alterung, Gesundheit, die Verteilung der Arbeit und von Transferleitungen über den Lebensverlauf), und sie untersuchen die Digitalisierung des Lebens und die Verwendung von neuen Datenquellen, um so demografische Dynamiken besser zu verstehen. Das Institut gehört zur Max-Planck-Gesellschaft, einem Netzwerk von 86 Instituten, welche zusammen Deutschlands führende Einrichtung in der Grundlagenforschung bilden. Die Forschung von Max-Planck-Instituten gilt als weltweit führend in den Bereichen Naturwissenschaft, Technik, Sozialwissenschaften und Geisteswissenschaften. Das einzigartige Umfeld der Institute verbindet die besten Aspekte einer akademischen Umgebung und einer Forschungsstätte.

Der Arbeitsbereich „Digitale und computergestützte Demografie“ bringt Methodiker*innen (bspw. aus der Statistik, Computerwissenschaft oder Formalen Demografie) mit Expert*innen aus verschiedenen Bereichen der Sozialwissenschaften zusammen, um so die gegenseitige Befruchtung von Ideen anzuregen, Methoden und Theorien weiterzuentwickeln, und drängende Fragen der Wissenschaft und unserer Gesellschaften zu beantworten. 

Weitere Informationen über den Arbeitsbereich „Digitale und Computergestützte Demografie“ und seine laufenden Forschungsprojekte finden Sie unter demogr.mpg.de/go/lab-dcd.

Der*die erfolgreiche Kandidat*in soll eine Promotion vorweisen können (oder kurz vor dem Abschluss stehen). Das Profil soll einer der folgenden Qualifikationsanforderungen entsprechen:

  1. Ein*e Methodiker*in mit Interesse an der Weiterentwicklung rechnergestützter, statistischer oder mathematischer Methoden in der Bevölkerungswissenschaft.
  2. Ein*e Sozial- und Verhaltenswissenschaftler*in mit hoher Fachkompetenz in mindestens einem der folgenden inhaltlichen Schwerpunkte: Migration und Mobilität; Bevölkerungsalterung, Mortalität und demografischer Wandel; Umweltdemografie; (digitale) Gesundheit; technologischer Wandel und Wohlbefinden.
  3. Ein*e Vertreter*in der computergestützten Sozialwissenschaften mit Interesse an der Arbeit an zentralen Fragen der demografischen Forschung.

Bei allen Profilen ist die Fähigkeit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams entscheidend, um so durch Spitzenforschung unser Verständnis von Bevölkerungsprozessen zu vertiefen.

Es werden Bewerber*innen berücksichtigt, die unsere Forschung in einem der Forschungsfelder des Arbeitsbereiches bereichern oder ergänzen können.

Forschungsthemen, die wir vertiefen und ausbauen wollen, sind unter anderen:

  • Die Anwendung von fortgeschrittenen Methoden der statistischen Analyse, maschinellen Lernverfahren und Methoden der kausalen Inferenz, um die Langlebigkeit, Indikatorenwerte des Alterns und des Wohlbefindens sowie demografisches Verhalten vorherzusagen und besser zu verstehen.
  • Die Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Bevölkerungsdynamik und individuellem Verhalten, einschließlich der Auswirkungen des Klimawandels auf Indikatoren der demografischen Entwicklung und der Gesundheit.
  • Die Untersuchung der Auswirkungen von technologischen Veränderungen, einschließlich der Digitalisierung unseres Lebens, auf soziale Ungleichheiten, das demografische Verhalten und das Wohlbefinden.

Die Bewerbung erfolgt auf English im Online-Verfahren über unser Bewerbungsportal und soll folgende Unterlagen enthalten:

  1. Lebenslauf
  2. Ein Motivationsschreiben (max. 1 Seite)
    Geben Sie kurz an, warum Sie ein Interesse daran haben, sich am MPIDR zu bewerben, inwieweit die Stelle am MPIDR Ihrer beruflichen Entwicklung und Ihrem beruflichen Werdegang förderlich sein könnte und inwiefern sich Ihre Interessen mit den Forschungsstärken des MPIDR decken.  
  3. Research Statement (max 2 Seiten)
    Stellen Sie kurz Ihre Forschungsergebnisse sowie Ihre laufenden und künftigen Forschungsvorhaben dar. Beschreiben Sie bitte auch Ihre technischen Kenntnisse, Ihre Spezialgebiete und an welchen Programmen der Weiterqualifizierung Sie als Forscher*in teilnehmen möchten.
  4. Namen und Kontaktinformationen von 2 akademischen Referenzen
  5. Zwei Schreibproben oder Publikationen

Bewerbungen werden entgegengenommen, bis die Stelle besetzt ist. Um vollständig berücksichtigt zu werden, sollten Bewerbungen bis zum 16. Oktober 2022 eingehen. Der Arbeitsbeginn ist flexibel gestaltet, sollte jedoch nicht später als im Herbst 2023 erfolgen. Der*dem erfolgreichen Bewerber*in bzw. den erfolgreichen Bewerber*innen wird ein 3-Jahres-Vertrag angeboten; die Vergütung erfolgt je nach Erfahrung (ab ca. 57.241 EUR brutto jährlich für Wissenschaftler*innen, die ihre Promotion vor kurzem abgeschlossen haben, bis zu ca. 66.217 EUR brutto jährlich für erfahrenere Wissenschaftler*innen) und richtet sich nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD Bund). Es wird erwartet, dass erfolgreiche Bewerber*innen vor Ort am MPIDR tätig sein werden.

Bei Fragen zu den ausgeschriebenen Stellen wenden Sie sich bitte an office-zagheni@demogr.mpg.de.

Das MPIDR setzt sich für Chancengleichheit ein. Unser Betriebsklima zeichnet sich durch einen respektvollen Umgang miteinander aus, wo Geschlecht, Nationalität, Religion, Behinderung, Alter, kulturelle Herkunft und sexuelle Identität keine Rolle spielen. Wir wollen eine institutionelle Kultur pflegen, die es allen ermöglicht, ihre individuellen Fähigkeiten und Kompetenzen zu entfalten und weiterzuentwickeln. 

Die Max-Planck-Gesellschaft bietet ein breites Spektrum an Maßnahmen zur Unterstützung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Diese werden durch eigene Angebote des MPIDR ergänzt. Die Gesellschaft wurde mit dem Zertifikat „Beruf und Familie“ ausgezeichnet, welches Institutionen verliehen wird, die sich durch verbindliche Zielvereinbarungen zur Schaffung und Aufrechterhaltung einer familienfreundlichen Unternehmenskultur verpflichten. Das MPIDR arbeitet mit einem Netzwerk lokaler Kindertagesstätten zusammen, das Betreuungsplätze für die Kinder von Institutsmitarbeiter*innen zur Verfügung stellt. Die Max-Planck-Gesellschaft unterhält Verträge mit einem privaten Familienservice-Unternehmen, welches Dienste wie die kurzfristige Vermittlung von Kinderbetreuungsangeboten in verschiedenen Städten Deutschlands für Eltern, die an Konferenzen teilnehmen, Betreuungsdienste für Kinder im Schulalter bis 14 Jahre und Unterstützung bei der Betreuung von Familienmitgliedern und Angehörigen anbietet. Ferner arbeitet das MPIDR mit flexiblen Arbeitszeitmodellen, die mindestens einen Tag im Home Office pro Woche und nur innerhalb der Kernarbeitszeit angesetzte Besprechungstermine vorsehen. Um mitziehende Ehe- und Lebenspartner*innen bei der Suche nach einer geeigneten Arbeit am neuen Standort zu unterstützen, arbeitet das MPIDR eng mit Dual-Career-Partnern in regionalen Netzwerken zusammen.

Wir schätzen Vielfalt und engagieren uns darin, Angehörige von Minderheiten und unterrepräsentierten Gruppen einzustellen.

Die Max-Planck-Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, mehr schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Bewerbungen Schwerbehinderter sind deshalb ausdrücklich erwünscht. Ferner strebt die Max-Planck-Gesellschaft eine Erhöhung des Frauenanteils in den Bereichen an, in denen Frauen unterrepräsentiert sind. Frauen werden deshalb ausdrücklich gebeten, sich zu bewerben.

Das Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock ist eines der international führenden Zentren für Bevölkerungswissenschaft. Es gehört zur Max-Planck-Gesellschaft, einer der weltweit renommiertesten Forschungsgemeinschaften.