11. September 2025 | News | Max Planck Partnergruppe
Ben Malinga John leitet die UNIMAX-Gruppe in Malawi

Ben Malinga John an seinem Schreibtisch in seinem Büro an der Universität von Malawi. © MPIDR
Im September übernahm Ben Malinga John, ein ehemaliger Forscher des MPIDR, die Leitung einer Max-Planck-Partnergruppe (UNIMAX) in Zomba, Malawi an der Universität Malawi. Er wird Familienbildungsprozesse von Personen mit einem Hochschulabschluss untersuchen.
„Die Max-Planck-Partnergruppe an der Universität Malawi verfolgt zwei Hauptforschungsziele. Erstens möchte die Gruppe die familiären und reproduktiven Wünsche von Hochschulabsolvent*innen analysieren und untersuchen, wie der Übergang in den Arbeitsmarkt die Verwirklichung dieser Wünsche beeinflusst und welche weiterreichenden sozioökonomischen Auswirkungen das hat“, sagt Ben Malinga John. Deshalb plant die Gruppe das Malawi University Graduate Internet Panel (MUGIP) einzuführen, das erste Panel dieser Art in Subsahara-Afrika, um die Prozesse der Familiengründung unter Hochschulabsolvent*innen zu untersuchen.
Zweitens möchte die UNIMAX-Gruppe Verwaltungsdaten zur Analyse von Bevölkerungsdynamiken und zur Bewertung der Auswirkungen externer Schocks auf demografische Trends stärker nutzen. Konkret beabsichtigt die Gruppe, zivile Registrierungs- und Bevölkerungsstatistiken (CRVS) sowie routinemäßige Gesundheitsdaten zu nutzen, um die Auswirkungen jüngster Schocks wie Dürren und Pandemien auf die Fertilitätsmuster in Subsahara-Afrika zu untersuchen.
Die Gruppe wird aus dem Gruppenleiter Ben Malinga John, Masterstudierenden und einem Assistenten bestehen. Darüber hinaus wurden Emmanuel Sauza und Monica Jamali Phiri, Dozent*innen am Institut für Soziologie und Bevölkerungsstudien der Universität Malawi, hinzugezogen, um die Forschungsziele der Gruppe zu unterstützen. Die Arbeit wird auch von einem wissenschaftlichen Beirat begleitet, dem führende Demograf*innen wie Mikko Myrskylä und Susie Lee (MPIDR), Monica J. Grant (Universität Wisconsin–Madison), Visséro Adjiwanou (Universität Montreal), Ayaga Bawah (Universität Ghana) und Priscilla Idele (Leiterin der Abteilung für Daten und Analysen beim Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen, UNFPA) angehören.
Über Max-Planck-Partnergruppen
Max-Planck-Partnergruppen werden von herausragenden Nachwuchswissenschaftler*innen eines Max-Planck-Instituts (MPI) geleitet, die an eine leistungsstarke Forschungseinrichtung in ihrem Heimatland zurückkehren. Max-Planck-Partnergruppen ermöglichen die Zusammenarbeit in Forschungsbereichen, die innovativ, wissenschaftlich vielversprechend, zukunftsorientiert und von beiderseitigem Interesse sowohl für das MPI als auch für die Partnereinrichtung im Heimatland des Forschenden sind. Eine Partnergruppe wird für fünf Jahre eingerichtet und bietet dem Leitenden einen Rahmen, Zusammenarbeit zu stärken, eine Forschungsgruppe aufzubauen und sich international zu vernetzen. Die Max-Planck-Gesellschaft stellt der Gruppe jährlich 20.000 Euro zur Verfügung.
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