06. Juli 2026 | News
Forschende diskutieren über Verwandtschaft, Fürsorge und Ungleichheit
Call for Papers für eine Sonderausgabe der Zeitschrift "Demographic Research"
Inwiefern sind Familienstrukturen das Ergebnis sozialer Ungleichheit und wie prägen sie diese wiederum? Anfang Juni trafen sich internationale Forschende am Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock, um im Rahmen der Konferenz „Kinship Structures, Dynamics and Inequalities“ genau diese Fragen zu erörtern.

Die Teilnehmenden der Konferenz "Kinship Structures, Dynamics, and Inequalities" am MPIDR.
Das Scientific Panel on Kinship Structures, Dynamics, and Inequalities of the International Union for the Scientific Study of Population (IUSSP) veranstaltete eine gleichnamige Konferenz am Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock.
Die Konferenz brachte eine große, vielfältige Gruppe internationaler Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Disziplinen zusammen und schuf damit eine starke Plattform für die Diskussion über Verwandtschaftsstrukturen, -dynamiken und -ungleichheiten.
Ziel der Veranstaltung war es, die Verwandtschaftsdemografie als interdisziplinäres Feld zu fördern, das die Bereiche Demografie, Soziologie, Anthropologie, öffentliche Gesundheit, Statistik und verwandte Bereiche miteinander verbindet. Die Konferenz bot ein Forum zur Diskussion von Forschungsarbeiten über den demografischen Wandel und die Umstrukturierung von Familien- und Verwandtschaftsstrukturen jenseits der Eltern-Kind-Dyade und des Kernhaushalts. Die Teilnehmenden untersuchten, wie sich Verwandtschaftsstrukturen, ihre Verfügbarkeit und ihre Funktionen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen unterscheiden. Zudem bot sich die Gelegenheit, methodische Innovationen in der Verwandtschaftsforschung vorzustellen, darunter neue Datenquellen, demografische Methoden und vergleichende Ansätze.
Die Teilnehmenden präsentierten und diskutierten aktuelle Forschungsergebnisse in fünf Themenbereichen:
- Formen der Großfamilie,
- Verfügbarkeit von Verwandten und Ungleichheit,
- Daten und Methoden,
- Verlust von Verwandten und Trauer sowie
- generationenübergreifende Beziehungen und Pflege.
Die Veranstaltung förderte neue wissenschaftliche Verbindungen zwischen Institutionen und Ländern. Zudem wurde die Zusammenarbeit zwischen erfahrenen Forschenden, Nachwuchswissenschaftler*innen und Doktorand*innen gefördert. „Wir waren angenehm überrascht vom großen Interesse an der Veranstaltung sowie von der Energie und Begeisterung der Teilnehmer. Dies zeigt, dass die Verwandtschaftsforschung ein dynamisches und wachsendes Teilgebiet der Demografie ist. Wir freuen uns darauf, diese Gemeinschaft durch die Sonderausgabe in Demographic Research, die wir derzeit redigieren, weiter zu unterstützen“, schloss Alburez-Gutierrez.
Call for Papers
Die angekündigte Sonderausgabe der Zeitschrift Demographic Research solleine konkrete Plattform für die Weiterentwicklung und Verbreitung der auf der Konferenz vorgestellten Forschungsergebnisse bieten. Alle Informationen zum Aufruf zur Einreichung von Beiträgen sind hier verfügbar.

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