28. April 2026 | News | PHD

Herzlichen Glückwunsch, Chia-Jung Tsai!

Chia-Jung Tsai vom Arbeitsbereich Migration und Mobilität am Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR) hat ihre Doktorarbeit zum Thema: „Factors Shaping Public Attitudes and Responses to Refugee and Immigrant Populations: Examining the Interplay of Demographics, Media, and Contextual Influences“ an der Universität Pompeu Fabra erfolgreich verteidigt. Ihre Ergebnisse tragen zum Verständnis bei, wie öffentliche Einstellungen gegenüber Geflüchteten und Einwander*innen durch verschiedene Einflussfaktoren, wie Medien, demografische Zusammensetzung und COVID-19-Pandemie geprägt werden.

Die Wissenschaftlerin Chia-Jung Tsai hält Blumen in der Hand. Sie steht in der Mitte von zwei Männern. Im Hintergrund ist ein großer Bildschirm, auf dem ein Zoom-Call zu sehen ist.

Von links nach rechts: Jan Karem Höhne (UPF), Chia-Jung Tsai und John Palmer (UPF). Auf dem Bildschirm im Hintergrund (von links nach rechts): Bella Struminskaya (Universität Utrecht), Martin Kroh (Universität Bielefeld) und Emilio Zagheni (MPIDR) © privat

Chia-Jung untersuchte in ihrer Dissertation Faktoren, wie die öffentliche Einstellungen gegenüber Geflüchteten und Einwander*innen in Deutschland prägen. Dabei setzte sie einen besonderen Schwerpunkt auf das Zusammenspiel von demografischen Bedingungen, Medien und kontextuellen Einflüssen wie historischen Spaltungen und die COVID-19-Pandemie.

Sie zeigte, wie die Medienpräsenz den Effekt des Geflüchtetenzustroms auf die öffentliche Einstellung gegenüber Einwanderung während der Geflüchtetenkrise von 2011 bis 2017 verstärkte. Die Auswirkungen in den ostdeutschen Bundesländern waren dabei stärker als in anderen Teilen Deutschlands. Mithilfe eines Umfrageexperiments zeigte Chia-Jung zudem, dass ein höheres Verhältnis von Männern zu Frauen in nicht-weißen Geflüchtetengruppen die wahrgenommene Bedrohung unter Einheimischen verstärken kann. Hier zeigten sich zudem geschlechtsspezifische Unterschiede in der Bedrohungswahrnehmung. Sie fokussierte sich auch darauf, wie die Wahrnehmung von Krankheitsgefahren ethnisch motiviertes Vermeidungsverhalten während der Corona-Pandemie beeinflusst hat. Ihre Ergebnisse veranschaulichen, dass der Zusammenhang zwischen wahrgenommenen Bedrohungen und Vermeidungsverhalten, insbesondere gegenüber asiatisch assoziierten Personen, über das Vertrauen in Informationen aus sozialen Medien und von persönlichen Bekannten vermittelt wird.

Chia-Jung war Teil der International Max Planck Research School for Population, Health and Data Science (IMPRS-PHDS), einem Doktorandenprogramm, das Demografie, Epidemiologie und Datenwissenschaft kombiniert. Die Dissertation wurde von Emilio Zagheni, John Palmer (UPF), Robert Gordon Rinderknecht und Daniela Perrotta betreut.

Kontakt

Leiterin Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

Silvia Leek

E-Mail

+49 381 2081-143

Redakteurin Wissenschaftskommunikation

Christine Ruhland

E-Mail

+49 381 2081-157

Redakteurin Wissenschaftskommunikation

Silke Schulz

E-Mail

+49 381 2081-153

Was nun?

Zur Startseite

Max-Planck-Gesellschaft - Logo
Das Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock ist eines der international führenden Zentren für Bevölkerungswissenschaft. Es gehört zur Max-Planck-Gesellschaft, einer der weltweit renommiertesten Forschungsgemeinschaften.