30. Januar 2026 | News | Phd

Herzlichen Glückwunsch, Donata Stonkute!

Donata Stonkute vom Arbeitsbereich Bevölkerung und Gesundheit am Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR) hat ihre Doktorarbeit mit dem Titel „Measuring and Explaining the Educational Gradient in Health Across Europe: The Role of Individual and Contextual Factors” (Messung und Erklärung des Bildungsgefälles im Gesundheitsbereich in Europa: Die Rolle individueller und kontextbezogener Faktoren) an der Universität Helsinki erfolgreich verteidigt. Ihre Ergebnisse tragen zur Weiterentwicklung der vergleichenden Altersforschung bei und liefern wichtige Erkenntnisse für kontextsensitive Maßnahmen zur Verringerung gesundheitlicher Ungleichheiten in älteren Bevölkerungsgruppen.

Person in schwarzem Kleid und Zylinder hält ein Buch vor weißer Wand und Holzpaneel.

Donata Stonkute hat ihre Dissertation erfolgreich verteidigt. © privat

In ihrer Dissertation untersuchte Donata Stonkute Bildungsungleichheiten in Bezug auf die Gesundheit im Alter in Europa. Der Bildungsgrad ist ein wichtiger Faktor für die Gesundheit im Alter. Er wirkt sich über verschiedene Kanäle aus, darunter der Zugang zu materiellen Ressourcen, Gesundheitskompetenz sowie soziale und kognitive Reserven. Obwohl der Zusammenhang zwischen einem niedrigen Bildungsgrad und schlechteren Gesundheitsergebnissen gut dokumentiert ist, bleibt unklar, inwieweit diese Zusammenhänge je nach Gesundheitsbereich, Bevölkerungsgruppe und institutionellem Umfeld variieren.

Donata konzentrierte sich auf die funktionelle, sensorische und kognitive Gesundheit sowie auf geschlechts-, alters- und länderspezifische Unterschiede. Mithilfe von SHARE-Umfragedaten und finnischen Bevölkerungsregistern schätzte sie den Einfluss der Bildung auf die Anzahl der Jahre, die mit und ohne Beeinträchtigung gelebt werden.
Ihre Analyse ergab, dass Bildung über alle funktionellen Einschränkungen, sensorischen und kognitiven Beeinträchtigungen hinweg durchweg als grundlegender Stratifikator auftrat. Personen mit geringerem Bildungsniveau waren häufiger von negativen Gesundheitsfolgen betroffen und verbrachten einen größeren Teil ihres verbleibenden Lebens mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Diese Bildungsunterschiede gingen über die Lebenserwartung hinaus und umfassten auch die Dauer des Lebens mit oder ohne Beeinträchtigung. Allgemein ist ein niedrigeres Bildungsniveau mit einem schlechteren Gesundheitszustand verbunden. Es gibt jedoch Unterschiede zwischen den Untergruppen und Sozialsystemen und Hinweise darauf, dass eine längere Lebenserwartung die Zeit bis zum Auftreten von Morbidität verlängern kann.

„Donatas Dissertation vertieft unser Verständnis von gesundheitlichen Ungleichheiten, indem sie den Zusammenhang zwischen Bildung und verschiedenen Gesundheitsergebnissen in unterschiedlichen Sozialsystemen untersucht. Gut gemacht!”, sagt Angelo Lorenti, Donata Stonkutes Betreuer.
Donata Stonkute war Teil der International Max Planck Research School for Population, Health and Data Science (IMPRS-PHDS), einem Doktorandenprogramm, das Demografie, Epidemiologie und Datenwissenschaft kombiniert. Die Dissertation wurde von Mikko Myrskylä, Angelo Lorenti und Jo Mhairi Hale betreut.

Vier Personen in formeller Kleidung stehen vor einer hellen Wand, eine Frau hält ein Buch mit rot.weißem Umschlag.

Angelo Lorenti (MPIDR), Mikko Myrskylä (MPIDR, Universität Helsinki) und ihre Prüferin Virginia Zarulli (University of Padua) mit Donata Stonkute (von links). © privat

Stonkute, D.; Lorenti, A.; Spijker, J. J. A.:
SSM-Population Health 23:101470, 1–9. (2023)       
Stonkute, D.; Vierboom, Y. C.:
Journals of Gerontology, Series B: Psychological Sciences and Social Sciences 80:3, 1–11. (2025)       
Stonkute, D.; Lorenti, A.; Hale, J. M.:
Social Science and Medicine 391:118886, 1–10. (2026)    
Stonkute, D.; Lorenti, A.; Korhonen, K.; Martikainen, P.; Myrskylä, M.:
Age and Ageing 54:12, afaf361–afaf361. (2025)    

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