12. Juni 2026 | News | PHD

Herzlichen Glückwunsch, Rishabh Tyagi!

Rishabh Tyagi hat seine Dissertation mit dem Titel „The Disparate Effects of Employment Uncertainty on Life Course Outcomes” an der Universität Oslo erfolgreich verteidigt. In seiner Arbeit zeigt er, dass die Erfahrung von Beschäftigungsunsicherheit – etwa durch Arbeitsplatzverlust, Arbeitslosigkeit oder Betriebsschließungen – in Deutschland, Norwegen und Indien negative Auswirkungen auf die Gesundheit und das Familienleben hat.

Mann in kariertem Sakko und gestreifter Krawatte hält eine rote Urkunde vor einem Bücherregal mit alten Büchern

Rishabh Tyagi mit seinem Promotionsurkunde bei der Promotionsfeier in der Aula.

Er verdeutlicht, dass solche Unsicherheiten negative familiäre Folgen haben, darunter die Auflösung von Partnerschaften und eine verzögerte Familiengründung, und sich zudem negativ auf die psychische Gesundheit der Eltern arbeitsloser junger Erwachsener auswirken. Diese negativen gesundheitlichen und familiären Folgen werden zudem durch individuelle Merkmale, regionale und kontextuelle Faktoren sowie deren Wechselwirkungen geprägt.

Schocks auf dem Arbeitsmarkt wirken sich auf die familiären und gesundheitlichen Folgen benachteiligter Bevölkerungsgruppen stärker aus als auf die begünstigter Gruppen. Dies führt zu einer kumulativen Benachteiligung dieser Gruppen. Die Mechanismen hinter diesen negativen familiären und gesundheitlichen Folgen gehen über wirtschaftliche Verluste, wie etwa den Verlust des individuellen oder Haushaltseinkommens nach dem Verlust des Arbeitsplatzes, hinaus. Sie umfassen auch subjektive Beschäftigungsunsicherheit und eine sinkende Zufriedenheit mit dem Familienleben.

Da sich die Dissertation in erster Linie auf Norwegen und Deutschland konzentriert, die über relativ stabile Arbeitsmärkte und umfassende Sozialstaaten verfügen, lassen die Ergebnisse vermuten, dass die negativen Auswirkungen von Beschäftigungsunsicherheit auf die Lebensverlaufsergebnisse in weniger günstigen wirtschaftlichen und sozialen Kontexten möglicherweise ausgeprägter sind.

Rishabh Tyagi nahm an der International Max Planck Research School for Population, Health, and Data Science (IMPRS-PHDS) teil, einem Doktorandenprogramm, das Demografie, Epidemiologie und Datenwissenschaft miteinander verbindet. Betreut wurde seine Dissertation von Vegard Skirbekk (Universität Oslo), Christian Dudel (MPIDR), Alexi Gugushvili (Universität Oslo), Peter Eibich (Universität Paris-Dauphine) und Mikko Myrskylä (MPIDR).

Acht Personen stehen nebeneinander vor einer Wand mit einer Leinwand und einem Tisch mit Monitoren und Dokumenten

Rishabh mit dem Prüfungsausschuss und seinen Betreuern nach seiner erfolgreichen Verteidigung in Oslo. © privat

Sieben Personen stehen nebeneinander vor einer hellen Wand. Sie sehen glücklich aus und lächeln.

Rishabh mit Kollegen und Freunden aus Rostock nach seiner Verteidigung in Oslo. © privat

Zugehörige Publikationen

Tyagi, R.; Eibich, P.; Skirbekk, V. F.:
Genus 82, 1–22. (2026)    
Tyagi, R.; Brini, E.; Vignoli, D.:
Social Science Research 137:103358, 1–16. (2026)    
Tyagi, R.; Baranowska-Rataj, A.; Gugushvili, A.:
Social Science and Medicine - Population Health 33:101905, 1–20. (2026)    

Bevorstehende Veröffentlichungen

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