09. Dezember 2025 | News | Neue Gesichter am MPIDR
Willkommen Aijie Zhang!

Aijie Zhang ist die neue Doktorandin am Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR). © MPIDR/Schulz
Die Abteilung für Fertilität und Wohlbefinden heißt Aijie Zhang als neue Doktorandin willkommen. In ihrer Doktorarbeit wird sie sich mit Fertilitätsdynamiken und -mustern in Ländern mit hohem Einkommen befassen. Sie kommt ans MPIDR, nachdem sie ihren Master in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bonn abgeschlossen hat. Neben diesem Schwerpunkt gelten ihre akademischen Interessen auch Institutionen, Gender, Ungleichheit und Kriminologie.
Welche Frage motiviert dich bei deiner Forschung am meisten?
Obwohl meine Forschung auf empirischer Sozialwissenschaft basiert, stammen die Fragen, die mich motivieren, immer aus der politischen Philosophie und Ethik. Im Vordergrund stehen für mich dabei immer folgende Fragen: Was macht eine gerechte Gesellschaft aus? Wie handeln Menschen unter verschiedenen institutionellen Anreizen? Wie funktioniert die Gesellschaft und welche Logik steckt dahinter? Deshalb begeistert mich meine aktuelle Forschung zur Fertilitätsdynamik besonders. Ich glaube, dass dies ein Schlüsselbereich ist, um zu verstehen, wie die Gesellschaft funktioniert, wie die Zukunft aussehen könnte und wie wir Institutionen gestalten können, die das Wohlergehen fördern.
Warum hast du dich für das MPIDR als deinen neuen Arbeitgeber entschieden und worauf freust du dich am meisten?
Ich habe mich für das MPIDR entschieden, weil es ein kollegiales Team und ein intellektuell anregendes Umfeld bietet. Ich bin überzeugt, dass es eine solide Grundlage für meine Forschungskarriere bieten wird. Am meisten freue ich mich darauf, mit meinen Kolleg*innen in Kontakt zu treten und mehr über ihre Forschungsmotivation, ihre Erfahrungen und ihre Lebensgeschichten zu erfahren. Ich hatte bereits Gelegenheit, mit einigen von ihnen zu sprechen, und habe festgestellt, dass es hier viele Gleichgesinnte gibt. Das freut mich umso mehr auf den Arbeitsbeginn.
Woher kommst du? Was vermisst du am meisten an deiner Heimat?
Ich komme ursprünglich aus Yunnan in China, einer Region, die für ihre ethnische Vielfalt bekannt ist. Es gibt dort immer reichlich frische Lebensmittel und eine große Vielfalt an Kochstilen. Am meisten vermisse ich das Essen und die Wintersonne.
Was gefällt dir an Rostock?
Ich denke, dass mir das Leben hier mehr Möglichkeiten bieten wird, Deutsch zu lernen und mich mit Mikrogeschichte zu beschäftigen. Ich interessiere mich schon immer für Zeitgeschichte und in Rostock habe ich die Möglichkeit, lokale Familiengeschichten aus dem letzten Jahrhundert zu hören. Da ich das Meer und die Inseln liebe, freue ich mich schon sehr auf den Frühling und Sommer.
Was gefällt dir an deiner Arbeit am besten und was am wenigsten?
Am besten gefällt mir, dass ich meiner Neugierde nachgehen kann, indem ich Fragen stelle, Ideen erforsche und Beweise finde, die mir helfen, die Welt ein bisschen besser zu verstehen. Was mir an meiner täglichen Arbeit am wenigsten gefällt, ist wahrscheinlich die Datenbereinigung. Sie ist notwendig, aber nicht der spannendste Aspekt meiner Arbeit. Betrachte ich die Wissenschaft selbst als Forschungsthema, würde ich sicherlich Bereiche finden, die verbessert werden könnten. Das ist wahrscheinlich meine Antwort aus einer eher makroökonomischen Perspektive.
Wovon bist du derzeit neben der Demografie noch begeistert?
Von Katzen oder Haustieren im Allgemeinen? Ich finde die Bindung zwischen Menschen und Tieren wirklich faszinierend. Sie ist nonverbal, doch Tiere scheinen Zuneigung und Verbundenheit auf sehr intuitive Weise zu spüren. Wenn einer meiner Kollegen jemanden braucht, der sich während seiner Abwesenheit um sein Haustier kümmert, kann er sich jederzeit an mich wenden. Das war meine kleine Werbung, haha!