05. Dezember 2025 | News | Neue Gesichter am MPIDR
Willkommen Jan Einhoff!

Jan Einhoff wird in der Forschungsgruppe Demografie der Arbeit und im MaxHel-Center am Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR) tätig sein. © MPIDR/Schulz
Die Forschungsgruppe Demografie der Arbeit heißt Jan Einhoff als neuen wissenschaftlichen Mitarbeiter willkommen. Er wird auch Teil des MaxHel-Centers sein. Jan hat sein Promotionsstudium in Soziologie im Rahmen der Forschungsgruppe DYNAMICS an der Humboldt-Universität zu Berlin abgeschlossen. Als Gastwissenschaftler war er am Nuffield College in Oxford, an der University of Wisconsin in Madison und am Finnish Centre for Pensions in Helsinki tätig. Er besitzt Abschlüsse der Bocconi-Universität, der Hertie School und der Universität Mannheim.
Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Sozialdemografie, Lebensverlaufsforschung und quantitative Methoden. In seiner Dissertation untersuchte er die soziale Schichtung des späten Arbeitslebens in Europa und konzentrierte sich dabei insbesondere auf neue kausale Inferenz- und maschinelle Lernansätze.
Welche Frage treibt dich in deiner Forschung am meisten an?
Mich interessieren vor allem die Ursachen und Folgen der Verlängerung des Arbeitslebens, also die Tatsache, dass mehr Menschen in höherem Alter am Arbeitsmarkt teilnehmen und später in Rente gehen. Ich möchte verstehen, welche Bevölkerungsgruppen diese Entwicklung anführen und davon profitieren und welche nicht, beispielsweise aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen oder gesundheitlicher Probleme. Außerdem faszinieren mich neue quantitative Forschungsmethoden, mit denen wir besser verstehen können, wie Ungleichheiten zwischen Bevölkerungsgruppen entstehen (zum Beispiel in Bezug auf die Lebensarbeitszeit) und inwieweit politische Maßnahmen diese Ungleichheiten realistisch verringern könnten (zum Beispiel durch eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege).
Warum hast du dich für das MPIDR als deinen neuen Arbeitgeber entschieden und worauf freust du dich sich besonders?
Es gibt nur wenige Orte in Deutschland oder anderswo, die so hervorragende Forschungsbedingungen bieten. Während meiner Promotion hatte ich die Gelegenheit, das MPIDR zu besuchen, und schätzte sofort die freundliche Atmosphäre. Es fühlte sich wie ein Ort an, an dem spannende Forschung betrieben wird, an dem Menschen aus aller Welt zusammenkommen und an dem ich mich mit anderen austauschen kann, die ähnliche Interessen haben. Ich freue mich sehr darauf, Teil dieses Umfelds zu sein.
Was gefällt dir an Rostock?
Am meisten liebe ich an Rostock die Nähe zur Ostsee. Ich schwimme gerne und genieße lange Spaziergänge am Meer, und das nicht nur im Sommer. Außerdem liegt Rostock in einer schönen und historischen Region Europas, nicht weit entfernt von den nordischen Ländern und Polen. Ich freue mich darauf, während meiner Zeit am Institut mehr von dieser Region zu entdecken.
Was gefällt dir an deiner Arbeit am besten und was am wenigsten?
Ich mag es sehr, dass es meine Aufgabe als Forscher ist, innovativ zu sein und Dinge zu tun, die noch niemand zuvor getan hat. Ich lerne auch gerne von brillanten Kolleg*innen und beobachte, wie sich ihre Forschung entwickelt. Weniger gerne erledige ich die weniger kreativen oder sich wiederholenden Aufgaben, die während des Forschungsprozesses anfallen, wie zum Beispiel die endlose Datenbereinigung.
Wovon bist du derzeit neben der Demografie noch begeistert?
Ich koche gerne und entdecke gerne Küchen aus aller Welt. Das passt gut zu meiner Arbeit in der Wissenschaft und meinen Reisen zu Konferenzen und Forschungsaufenthalten. Außerdem hoffe ich, wieder regelmäßiger Langstreckenläufe zu machen, wie ich es vor meiner Promotion getan habe. Ich habe gehört, dass Rostock dafür ein großartiger Ort ist!