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IMPRS | 09.01.2019

Neue Doktorandenschule für Bevölkerungs-, Gesundheits- und Datenwissenschaften

Martin Stratmann, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, hat den Start einer neuen internationalen Max-Planck-Doktorandenschule (International Max Planck Research School  for Population Health and Data Science, IMPRS-PHDS), die ihre Schwerpunkte in der Bevölkerungsgesundheit und den Datenwissenschaften hat, angekündigt. Die Schule wird am MPIDR und an der Universität Rostock angesiedelt sein und von acht weiteren Institutionen unterstützt. Ab 2019 wird die Schule pro Jahr etwa 20 Doktorand*innen aufnehmen.

Stratmann begründet die Entscheidung der Jury mit folgenden Worten: „Ganz besonders freut es mich, dass nun eine International Max Planck Research School eingerichtet werden kann, die ein substanzielles Ausbildungsprogramm vor Ort mit der Möglichkeit der Vernetzung mit hervorragenden internationalen Partnern verbindet, um so einen Mehrwert für alle Beteiligten zu schaffen.”

„Die PHDS-Schule  zielt darauf ab, die nächste Generation moderner Bevölkerungswissenschaftler*innen auszubilden, die bereit sind, sich den großen Herausforderungen zu stellen, die wir meistern müssen, um das Wohlergehen von Menschen und Bevölkerungen zu gewährleisten“, sagt MPIDR-Direktor Mikko Myrskylä, Sprecher der Schule.

Myrskylä erklärt die Idee der Schule wie folgt: „Der bedeutendste demografische Trend des 21. Jahrhunderts ist die Alterung der Bevölkerungen. Nahezu alle Länder der Welt werden älter. Das setzt Gesellschaften unter Druck; sie müssen die Art und Weise verändern, wie sie gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen sowie individuelle Lebensverläufe gestalten. Um diese Herausforderungen zu verstehen, sind fundiertes demografisches Wissen in Kombination mit interdisziplinärer Expertise in Epidemiologie und Bevölkerungsgesundheit sowie Kenntnisse in ökonometrischen, statistischen, datenwissenschaftlichen und rechnerischen Methoden erforderlich. Bestehende Promotionsprogramme bilden Studierende allerdings in der Regel nur in einem oder zwei dieser Aspekte aus.” Laut Myrskylä bestehe deswegen Bedarf an einem Doktorandenstudium, das Demografie, Epidemiologie und Datenwissenschaft zusammenführt. Daher wird die PHDS-Schule Doktorand*innen nicht nur mit fortgeschrittenen Kenntnissen der Theorie und Methoden der Demografie und Epidemiologie (im Allgemeinen als „Bevölkerungsgesundheit“ bezeichnet) ausstatten, sondern auch mit starken technischen Fähigkeiten in Statistik, mathematischer Modellierung sowie Computer- und Datenmanagement-Methoden (allgemein als „Data Science“ bezeichnet).

Die Schule wird von den beiden Kernpartner*innen MPIDR und der Universität Rostock sowie von acht renommierten Forschungseinrichtungen (Universität Greifswald, Universität Groningen / NIDI, Erasmus Medical Center Rotterdam, Universität Helsinki, Universität Oxford, Universität St Andrews, Universität Stockholm und Universität Washington) mit komplementären Stärken betrieben.

Der Lehrplan richtet sich an Hochschulabsolvent*innen, die mit einem Master oder einem gleichwertigen Abschluss in die Schule einsteigen möchten. Die Schule wird pro Jahr etwa 20 Doktorand*innen aufnehmen, nämlich etwa zehn Kernstudierende in Rostock und etwa zehn weitere Student*innen an den Partnereinrichtungen. Die Studierenden werden intensiv in Form eines Lehrlingsmodells ausgebildet, bei dem sie von einem Mentoren-Team intensiv betreut werden,  spezielle Kurse besuchen und im Austausch mit Wissenschaftler*innen aus international führenden Institutionen stehen.

„Als eine der führenden Forschungseinrichtungen in der Demografie haben wir uns verpflichtet, Nachwuchswissenschaftler*innen zu unterstützen und sie auf ihre berufliche Zukunft in Wissenschaft, Politik oder Industrie vorzubereiten. Mit der PHDS-Schule setzen wir hier am MPIDR eine starke Tradition der Doktorandenausbildung fort und bieten Doktoranden die bestmögliche Betreuung und Anleitung durch Expert*innen in einem breiten Feld von Disziplinen“, sagt Beatrice Michaelis, Geschäftsführerin des MPIDR.

Die Schule beginnt im Januar 2019 und nimmt ab Januar Bewerbungen an. Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren werden im Laufe des Monats auf der Website des MPIDR veröffentlicht.

Mehr Informationen

Eine erstklassige Doktorandenausbildung - Informationen zu den IMPRS auf den Seiten der Max-Planck-Gesellschaft

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