MPIDR Working Paper

Zur Sterblichkeitsdifferenz von Männern im Ost-West-Vergleich

Scholz, R. D., Schulz, A., Stegmann, M.
Male mortality differences in East and West Germany
MPIDR Working Paper WP-2010-002, 11 pages.
Rostock, Max-Planck-Institut für demografische Forschung (Januar 2010)
Revised February 2010
OpenAccess

Abstract

Die Untersuchung der Sterblichkeit der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten des Jahres 2004 deckt die Gründe für die Unterschiede der Lebenserwartung bei Männern im Ost-West-Vergleich auf. Es wird gezeigt, dass die bestehenden strukturellen Unterschiede des Arbeitsmarktes in Ost- und Westdeutschland die Lebenserwartungsdifferenz bei Männern im Alter bis 65 Jahre erklären können. Die multivariate Analyse von Individualdaten der 20 Millionen "Aktiv Versicherten" (Datensätze des Forschungsdatenzentrum der Rentenversicherung (FDZ-RV)) zeigt, dass die Berücksichtigung der Merkmale Beschäftigung, Arbeitslosigkeit, Selbstständigkeit, Versicherungsart und Staatsbürgerschaft geeignet sind, eine bis zu 30 % erhöhte Sterblichkeit der ostdeutschen Männer im Altersbereich von 35 bis 55 Jahre zu erklären. Die Differenzen sind ein Ergebnis der unterschiedlichen Arbeitsmarktlage und der damit verbundenen kumulativen Migration in den letzten 30 Jahren.
Schlagwörter: Deutschland, Deutschland, Alte Bundesländer, Deutschland, Neue Bundesländer, life expectancy, male mortality, unemployment, working-age population
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