29. März 2021 | Defo-News

Wie die Demografie helfen kann, die Pandemie besser zu verstehen

© MPIDR

Die neue Ausgabe (Nr. 1/2021) von Demografische Forschung Aus Erster Hand, dem demografischen Newsletter mit verständlich aufgearbeiteten Ergebnissen der aktuellen Forschung, ist erschienen.

"Demografische Forschung Aus Erster Hand" ist eine gemeinsame Publikation des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR), des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels (RZ), des Vienna Institute of Demography (VID), Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital und des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB).

Die Themen dieser Ausgabe:

1. Unterschiedliche Todesfallraten
Warum starben in Italien siebenmal so viele Infizierte an COVID-19 wie in Südkorea?

(aus dem Max-Planck-Institut für demografische Forschung)

Während in Italien Ende Juni 2020 etwa jeder siebte an COVID-19 Erkrankte starb, waren es in Südkorea nur gut zwei Prozent der Infizierten. Zum großen Teil lassen sich diese Unterschiede durch die Altersstruktur der positiv Getesteten erklären, aber teilweise zeugen sie auch von überlasteten Gesundheitssystemen.

2. Vorhersage für die Intensivstationen
Wie wird sich der Bedarf an Betten für COVID-19-Patient*innen in Deutschland entwickeln?

(aus dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung)

Ob es sinnvoll ist, neue Präventionsmaßnahmen einzuführen oder bestehende zu lockern, hängt mit der aktuellen Pandemiedynamik, aber auch mit der Anzahl freier Intensivbetten zusammen. Eine neue Preprint-Studie präsentiert ein Modell, mit dem sich für unterschiedliche Szenarien der Bedarf an Intensivbetten abschätzen lässt.

3. Schwedischer Weg oder chinesisches Modell?
Modell-Berechnungen zeigen: Es gibt keine optimale Lockdown-Strategie

(Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital)

Die Wirtschaft schonen oder die Infektionen möglichst niedrig halten? Kaum ein Thema wird in Pandemie-Zeiten so kontrovers debattiert, wie die Frage nach Art und Länge des Lockdowns. Eine Studie von Wiener Forschenden zeigt nun, dass verschiedene Strategien zu ähnlichen Ergebnissen führen können und ein eindeutiges Optimum oft nicht existiert.

4. Trifft COVID-19 alle gesellschaftlichen Schichten?
Soziale Faktoren spielen eine Rolle bei den Infektionen mit SARS-CoV-2

(aus dem Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels)

Zuerst infizierten sich gut situierte Ski-Touristen und katholische Karnevalisten, später waren oft Mitarbeiter*innen von Schlachthöfen und Erntehelfer*innen betroffen: Die COVID-19-Pandemie hatte in Deutschland nicht nur regionale, sondern auch soziale Hotspots – und traf insgesamt eher sozial schwache Menschen, zeigt eine Preprint-Studie.

Ein Archiv aller vergangenen Ausgaben finden Sie unter demografische-forschung.org. Dort können Sie sich auch anmelden, um jede Ausgabe aktuell und kostenlos als PDF oder als Druckversion im Abonnement zu beziehen.

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