11. Januar 2021 | News

COVID-19-Datenbank erhält Fördergelder der Volkswagen Stiftung

Domantas Jasilionis und Dmitri Jdanov aus dem Arbeitsbereich Demografische Daten erhielten Fördergelder in Höhe von 119.500 Euro. © MPIDR

Forschende des Datenlabors am MPIDR haben eine Datenbank über COVID-19-Sterbefälle entwickelt. Sie liefert international vergleichbare Daten, auf Basis der Übersterblichkeit. Um ihre Arbeit fortzusetzen, haben sie nun Fördergelder der Volkswagen Stiftung erhalten.

„Die COVID-19-Pandemie hat deutliche Mängel der bestehenden Datenerfassung offenbart. Es fehlt an international vergleichbaren Verfahren und Definitionen“, sagt Dmitri Jdanov. Um diese Lage zu verbessern, erhielten der Leiter des Arbeitsbereichs Demografische Daten am Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock und sein Kollege Domantas Jasilionis von der Volkswagen Stiftung Fördermittel in Höhe von 119.500 Euro.

Damit können sie in den kommenden 18 Monaten ihre Arbeit an der Short Term Mortality Fluctuations (STMF) Datenbank fortsetzen. Das ist eine umfassende und frei zugängliche Datenbank, die Übersterblichkeit für 38 Länder wochenweise erfasst. Durch den Vergleich mit der durchschnittlichen Sterblichkeit früherer Jahre wird errechnet, wie stark die Sterblichkeit aktuell von zu erwartenden Wert abweicht. Damit liefert die Datenbank eine zuverlässige Datenlage während der Pandemie.

Im Herbst 2022 ist geplant, die Ergebnisse im Rahmen eines Symposiums mit anderen Fördermittel-Gewinner*innen zu präsentieren.

Das Förderangebot „Corona Crisis and Beyond“ der Volkswagen Stiftung reagiert auf Herausforderungen und Fragen der COVID-19-Pandemie für die Wissenschaft. 1.105 Förderanträge wurden gestellt, daraus wurden 102 Projekte bewilligt. Insgesamt vergab die Stiftung Fördermittel von 11,7 Millionen Euro.

Mehr Infos über die Volkswagen Stiftung und die Fördermittel.

Mehr Infos über die STMF Datenbank, die Teil der Human Mortality Datenbank ist.

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