27. August 2020 | News | Willkommen am MPIDR

D. Susie Lee ist neue Forscherin im Arbeitsbereich Fertilität und Wohlbefinden

© Wilhelm/MPIDR

Variation in der Fertilität Einzelner und Gruppen zu untersuchen, ist das Forschungsgebiet von Susie Lee. Der neuen Forscherin im Arbeitsbereich Fertilität und Wohlbefinden liegt zudem gute Wissenschaftskommunikation am Herzen.

1. Welche Frage treibt Sie in Ihrer Forschung am meisten an?

Ich untersuche die Evolution der menschlichen Lebensgeschichte, dabei konzentriere ich mich auf den Aspekt der Reproduktion. Dafür benutze ich einen vergleichenden und evolutionstheoretischen Ansatz. Für meine Promotion habe ich bei einer Population von Rhesusaffen auf einer Insel vor Puerto Rico untersucht, welchen Einfluss die Hürden der Fortpflanzung auf die Variation der Fruchtbarkeit haben.

2. Worauf freuen Sie sich besonders, wenn Sie an die Arbeit am MPIDR denken?

Am MPIDR werde ich mein Forschungsfeld erweitern und die Fertilität bei Menschen untersuchen. Ich interessiere mich für die Bereiche, die die menschliche Lebensgeschichte geprägt haben - wie etwa Unterschiede in der Fertilität, lange Adoleszenz, kooperatives Betreuen und Kindererziehen und das Leben nach der reproduktiven Phase.  Begeistert bin ich von der Möglichkeit, mit Forschenden über verschiedene Themenfelder der Demografie interdisziplinär zusammenzuarbeiten.

3. Was gefällt Ihnen am besten an Rostock?

Ich bin erst wenige Monate hier, aber ich fühle mich in Rostock bereits zu Hause; dank der offenen und gelassenen Menschen, mit denen ich zu tun habe. Besonders schätze ich die Nähe zum Meer und die schöne Uferpromenade in Rostock.

4. Wofür begeistern Sie sich neben der Demografie im Moment am meisten?

Mir liegt eine gute Wissenschaftskommunikation am Herzen. Es beunruhigt mich, wenn Wissenschaft als Lieferant „einer objektiven Antwort“ präsentiert wird. Als Forschende wissen wir, dass die Wissenschaft ein dynamischer Prozess ist, der Wissen verfeinert. Wir sammeln Anhaltspunkte und werten sie aus. Uns ist aber auch bewusst, dass die Wissenschaft voreingenommen sein kann, und dass es die Stärke der Wissenschaft ist, durch kollektives Lernen korrigiert zu werden. Ich glaube, dass die Wissenschaft zu einem besseren und für jedermann zugänglichen Instrument werden kann, wenn wir diese Aspekte besser vermitteln. Ich habe Essays und Kolumnen zu verschiedenen Themen der Evolutionsbiologie in meiner Muttersprache Koreanisch verfasst. Das möchte ich auch in Zukunft fortsetzen.

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