02. Juni 2022 | News | Rostock´s Eleven

Maria Gültzow nimmt für das MPIDR an Rostocker Forschenden-Wettbewerb teil

© MPIDR

Weltweit ist Depression eine Hauptursache für Arbeitsunfähigkeit. Besonders betroffen im Vergleich zu älteren Generationen ist nach aktuellem Forschungsstand die Generation der Babyboomer. Um die Gründe dafür herauszufinden, untersucht Doktorandin Maria Gültzow, wie Unterschiede im Lebensstil der Generationen das Risiko an einer Depression zu erkranken, beeinflussen. Ihre Ergebnisse stellt sie am 2. Juni beim Forschenden-Wettbewerb „Rostock's Eleven“ vor.

Weltweit ist Depression eine Hauptursache für Arbeitsunfähigkeit. Doch im Unterschied zu anderen Erkrankungen werden Depressionen seltener erkannt. Unbehandelt bleiben sie oft ein Leben lang ein ungelöstes Problem.

Besonders betroffen im Vergleich zu älteren Generationen ist nach aktuellem Forschungsstand die Generation der Babyboomer. Wer in den Fünfziger- und Sechziger-Jahren geboren wurde, genießt oftmals materielle Vorteile und Erfolg, allerdings für den Preis eines stressigen Lebensstils. Stress wird als ein möglicher Auslöser von Depression betrachtet. Welche weiteren Umstände spielen eine Rolle dabei, dass die Babyboomer mehr als andere von Depression betroffen sind? Um das herauszufinden, untersucht Maria Gültzow, wie Unterschiede im Lebensstil der Generationen das Risiko an einer Depression zu erkranken, beeinflussen. Dabei betrachtet sie verschiedene Faktoren, die Rückschlüsse auf die Lebensweise erlauben. Zum Beispiel Übergewicht.

Mit einer statistischen Methode, die Annahmen nach dem Prinzip „Was wäre, wenn...“ trifft, geht Maria Gültzow unter anderem dieser Frage nach: Was wäre, wenn in der Babyboomer-Generation nur so häufig Übergewicht zu finden wäre, wie in der Generation vorher? Wären dann auch Depression bei den Babyboomern weniger häufig? 

Mit dieser Methode wertet sie Umfragedaten über die mentale Gesundheit von US-Amerikaner*innen aus, die zwischen 1916 und 1966 geboren wurden. Diese Analyse ermöglicht es zum ersten Mal, den Einfluss von Übergewicht auf das Depressionsrisiko verschiedener Generationen zu 
quantifizieren.

Über Rostock's Eleven

Rostock's Eleven ist ein gemeinsames Projekt aller Forschungseinrichtungen in Rostock. Im Rahmen des Projektes stellen sich elf junge Nachwuchswissenschaftler*innen aus elf Rostocker Forschungseinrichtungen elf Wissenschaftsjournalist*innen aus dem gesamten Bundesgebiet und präsentieren ihnen ihre Forschungsprojekte. Der beste Vortrag wird ausgezeichnet.

Mehr Informationen

www.rostock365.de

Originalpublikation

Gueltzow, M.; Bijlsma, M. J.; van Lenthe, F. J.; Myrskylä, M.:
MPIDR Working Paper WP-2021-017. (2021)    

Kontakt

Leiterin des Arbeitsbereichs Öffentlichkeitsarbeit und Publikationen

Silvia Leek

E-Mail

+49 381 2081-143

Redakteurin Wissenschaftskommunikation

Christine Ruhland

E-Mail

+49 381 2081-157

MPIDR-Autor*innen der Studie

Gastwissenschaftler

Maarten Jacob Bijlsma

E-Mail

Das Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock ist eines der international führenden Zentren für Bevölkerungswissenschaft. Es gehört zur Max-Planck-Gesellschaft, einer der weltweit renommiertesten Forschungsgemeinschaften.