09. Dezember 2022 | News | Auszeichnung für Studie

Ben Malinga John gewinnt Jan M. Hoem Paper Award

© MPIDR

Die Studie von Ben Malinga John und einem Kollegen, die die Unterschiede in der Fertilität zwischen wiederverheirateten Frauen und Frauen in intakten Partnerschaften in Sub-Sahara-Afrika untersucht, hat den Jan M. Hoem Paper Award gewonnen.

Ben Malinga John, Doktorand im Arbeitsbereich Fertilität und Wohlbefinden und sein Kollege Vissého Adjiwanou (Université de Montréal) veröffentlichten die nun ausgezeichnete Studie, die Daten aus den Demographic and Health Surveys (DHS) für 34 Länder kombiniert, um Unterschiede in der Fertilität zwischen wiederverheirateten Frauen und Frauen in intakten Partnerschaften in Sub-Sahara-Afrika zu untersuchen.

Die beiden Forschenden zeigen, dass wiederverheiratete Frauen weniger Kinder am Ende ihrer reproduktiven Phase haben, obwohl wiederverheiratete Frauen in jüngeren Jahren ein ähnliches oder höheres Fertilitätsniveau haben als andere Frauen. Sie zeigen auch, dass die Auswirkungen der Wiederverheiratung mit steigendem Alter abnehmen.

„Die Autoren haben theoretische und empirische Ansätze geschickt miteinander verbunden“, sagt Cassio M. Turra, externer Gutachter des Award-Komitees und Assistenzprofessor für Demografie an der Universidade Federal de Minas Gerais in Belo Horizonte, Brasilien. Er fügt hinzu: „John und Adjiwanou waren in der Lage, die Beschränkungen der DHS-Daten zu überwinden, indem sie Methoden entwickelten, mit denen Sie einzelne Hypothesen überprüften.“

Die Studie vergleicht Fertilitätsniveaus und -muster für mehrere Länder. Obwohl alle Länder in der gleichen Region liegen, liefert die Studie vergleichende Ergebnisse, die gemeinsame Muster und Ausnahmen hervorheben und die Schlussfolgerungen untermauern.

„Die Studie ist von zentraler Bedeutung für die Diskussion darüber, wie sich das Wachstum der Weltbevölkerung entwickeln wird, da der größte Teil des verbleibenden Wachstums von den Geburtenraten in den Ländern Sub-Sahara-Afrikas abhängt“, sagt Cassio M. Turra.

Die Autoren weisen auch auf mögliche Schwächen der Studie hin, die sich aus Datenlücken und der Methodik ergeben könnten. „Sie haben die Leser*innen in hervorragender Weise über die Schwierigkeiten informiert und deren Ausmaß beschrieben“, sagt Cassio M. Turra.

Der Jan M. Hoem Paper Award wurde am 8. Dezember während der Weihnachtsfeier am MPIDR verliehen. Der Preis wurde dieses Jahr zum dritten Mal vergeben. Er wurde ins Leben gerufen, um Nachwuchsforschende am MPIDR für eine Studie auszuzeichnen, die Qualität, Innovation, Originalität und wissenschaftliche Leistung am Beispiel der Arbeit von Jan M. Hoem verdeutlicht.

Originalpublikation

John, B., Adjiwanou, V.: Fertility decline in sub-Saharan Africa: Does remarriage matter? Population Studies (2021). DOI: 10.1080/00324728.2021.1933148

Pressemitteilung zum Thema

Afrikanische Länder südlich der Sahara: Wiederverheiratete Frauen haben weniger Kinder

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