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23. April 2026
Forschende haben untersucht, wie sich die Fertilität von Männern und Frauen unterscheidet. Auf Basis internationaler Datensätze zeigen sie, dass Ungleichgewichte in der Bevölkerungsstruktur – insbesondere ein wachsender Anteil von Männern – die Fertilität von Männern beeinflussen. Weltweit ist die Fertilitätsrate von Frauen seit 2024 höher als die von Männern. Die Wissenschaftler geben Empfehlungen, um gesellschaftlichen Auswirkungen dieser Entwicklung entgegenzuwirken. more
05. März 2026
In einer kürzlich in der Fachzeitschrift Population and Development Review veröffentlichten Studie haben Wissenschaftler*innen quantifiziert, wie viele Kolumbianer*innen mindestens ein Familienmitglied durch konfliktbedingte Gewalt im Land verloren haben. Diese Morde und Verschleppungen können als bewusste Taktik angesehen werden, um Familien und Gemeinschaften zu destabilisieren. more
25. November 2025
Ein Team des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR) und des Centre for Demographic Studies (CED) hat die Auswirkungen des anhaltenden Konflikts in Gaza auf die Sterblichkeit untersucht. Sie schätzen, dass zwischen dem 7. Oktober 2023 und dem 31. Dezember 2024 78 318 (70 614–87 504) Menschen in Gaza getötet wurden. Infolgedessen sank die Lebenserwartung in Gaza im Jahr 2024 auf weniger als die Hälfte des ohne Krieg zu erwartenden Niveaus. Eine Aktualisierung ihrer Analyse, die nach der Veröffentlichung der Studie erstellt wurde, ergab, dass die Zahl der gewaltsamen Todesfälle derzeit wahrscheinlich 100.000 übersteigt. more
26. August 2025
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stieg die Lebenserwartung sehr schnell an – von durchschnittlich 62 Jahren für 1900 Geborene auf 80 Jahre für 1938 Geborene. Doch werden die zwischen 1939 und 2000 Geborenen von diesen raschen Gewinnen an Lebenserwartung profitieren? Eine aktuelle Studie legt nahe, dass keine dieser Generationen im Durchschnitt ein Alter von 100 Jahren erreichen wird. Selbst wenn sich die Überlebensrate von Erwachsenen doppelt so schnell verbessern würde, wie prognostiziert, könnte die Lebenserwartung mit den raschen Zuwächsen zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht mithalten. more
02. Juli 2025
Sinkende Geburtenraten und eine steigende Lebenserwartung verändern weltweit die Größe und die Altersstruktur von Familien. Eine aktuelle Studie zeigt, dass neben dem „Ob“ auch das „Wie schnell“ dieser Veränderungen eine Rolle spielt. Analysen realer Bevölkerungsdaten aus Thailand, Indonesien, Ghana und Nigeria sowie stilisierte Szenarien bestätigen diesen Trend. In Ländern mit einem sehr schnellen demografischen Wandel können Personen, die nur fünf bis zehn Jahre Altersunterschied haben, drastisch unterschiedliche Verwandtschaftsnetzwerke besitzen. Die rasche Verringerung und die veränderte Altersstruktur der Verwandtschaft können die traditionellen Ketten gegenseitiger familiärer Unterstützung erheblich schwächen. more
11. Juni 2025
Eine aktuelle Studie der Universität Padua und des Max-Planck-Institutes für demografische Forschung (MPIDR) untersucht, ob politische Differenzen das Trennungsrisiko von Paaren im Vereinigten Königreich erhöhen. Mithilfe von Langzeitdaten fanden Forschende heraus, dass Paare mit unterschiedlichen Parteipräferenzen eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit haben, sich zu trennen, als Paare mit gleichen politischen Überzeugungen. Besonders hoch ist das Risiko bei Meinungsverschiedenheiten zum Brexit. more
14. Mai 2025
Ein Team am Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR) hat die Scholarly Migration Database um regionale Daten erweitert, um zu untersuchen, wie Wissenschaftler*innen international zwischen Ländern und innerhalb von Ländern migrieren. Das Team stellte große Unterschiede in der Attraktivität verschiedener Länder und Regionen für die Forschenden fest. Wenn eine Region innerhalb eines Landes ein beliebtes Ziel für Wissenschaftler*innen ist, kommen diese sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Weniger attraktive Ziele weisen komplexere Muster auf. more
03. April 2025
Wissenschaftlerinnen des MPIDR und der Radboud Universiteit zeigen, dass Einstellungen zu Geschlechterrollen den Kinderwunsch beeinflussen. Sie schlussfolgern, dass niedrige Geburtenraten in egalitären Gesellschaften nicht zwangsläufig auf strukturelle Hürden für Elternschaft zurückzuführen sind, sondern sich auch aus veränderten Wertvorstellungen und Lebensprioritäten ergeben können. more
02. April 2025
Wie Geld für Bildung den Einfluss niedriger Geburtenraten auf die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit ausgleicht, zeigt eine heute veröffentlichte Studie von Mikko Myrskylä, Direktor des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock. Er und seine Co-Autor*innen verwendeten finnische Daten in einer Simulation, um zu untersuchen, wie die Wirtschaft schrumpft, wenn die Geburtenrate sehr niedrig ist, und wie Investitionen in Bildung die kleineren Geburtenjahrgänge ausgleichen können. Sie stellen fest, dass solche Investitionen die Produktivität der Arbeitskräfte erhöhen und so die geringere Zahl an Arbeitskräften ausgleichen. more
03. Februar 2025
Die Totgeburtenrate in Europa hat sich in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich verbessert, allerdings mit einigen Ausnahmen. In Deutschland und Belgien ist die Totgeburtenrate seit 2010 deutlich angestiegen, während sie in anderen europäischen Ländern weiter gesunken oder stabil geblieben ist. Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR) haben untersucht, wie das steigende Alter der Mütter und Veränderungen von Mehrlingsgeburten diese Trends und Unterschiede in Europa beeinflusst haben könnten. Die Analysen zeigen, dass die untersuchten Faktoren nur einen kleinen Teil erklären. more